Johanna Braun, 36

Arbeitgeber und Position:
Leiterin IBF Teaching Center am Institut für Banking und Finance an der Universität Zürich sowie Dozentin an der UZH, AZEK, BVS und WKS Bern

Abschluss/Jahr, Hauptfächer:
2011, Master of Arts, Economics and Business Administration

LinkedIn Profil Johanna Braun


10 Fragen an Johanna Braun

BERUFLICHES:

Wie würdest du einem 5-jährigen Kind deinen Job / deine Tätigkeit in einem Satz beschreiben?
Ich betreibe eine Art «Kindergarten für Erwachsene», indem ich für Studierende der Uni Zürich die Vorlesungen technisch und inhaltlich so bereitstelle, dass der Lernerfolg und das Lernerlebnis so gross wie möglich sind.

Welches Ereignis hat dich am stärksten geprägt in deiner beruflichen Laufbahn?
Mit meinem Berufseinstieg in die Unternehmensberatung hat gleichzeitig auch der Kampf um die ersten Beförderungen gestartet. Man merkt dabei schnell, in was für einem Haifischbecken man gelandet ist und lernt, dass man für sich selbst einstehen muss, da es sonst niemand macht. Glücklicherweise verfügte ich über einen starken Biss. :-)

Wenn du die Macht hättest: Was würdest du am heutigen Wirtschaftssystem (oder allgemeiner: an der heutigen Gesellschaft) ändern?
Ich würde für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle sorgen. Noch heute verliert unsere Wirtschaft aufgrund ihres konservativen Gedankenguts jährlich riesiges Knowhow und Potential, dass es besser zu nutzen gilt.


AUS DER STUDIENZEIT:

Welche Vorlesung oder welche/r ProfessorIn ist dir aus deiner Studienzeit besonders in Erinnerung geblieben – und warum?
Prof. em. Dr. Janssen mit seiner unnachahmlichen Art, den Studierenden bei seinen Seminaren das Fürchten zu lehren. Seine harte Linie bei Präsentationen (einige von uns haben es nicht mal über die Titel-Slide hinausgeschafft) hat mich dazu gebracht, auch heute noch, penibel auf Details zu achten und für jede Situation, Argumente bereit zu halten.

Was hast du aus deiner Studienzeit mitgenommen (fachlich und persönlich)?
Auf persönlicher Ebene: Meinen Mann (ein Mitbringsel aus der Bachelor-Zeit :-)). Auf fachlicher Ebene: Ökonomisches Denken - die rationale Herangehensweise bei Problemstellungen und das Treffen von Entscheidungen unter Unsicherheit. Das Leben ist eine Aneinanderreihung von Entscheidungen, für die es ein fundiertes Konzept bedarf. Dieses Konzept bringt einem das Studium bei.

Welchen persönlichen Ratschlag hast du an die heutigen Studierenden?
Man lernt nicht für Prüfungen, sondern für das Leben. Erfolgreich studieren, bedeutet nicht, den Stoff für die nächste Prüfung auswendig zu lernen, erfolgreich Studieren bedeutet vielmehr, Denken zu lernen. Wählt deshalb nicht die einfachen ECTS-Punkte, sondern jene Fächer, die euch auf eurem Pfad weiterbringen und euch herausfordern.


PERSÖNLICHES:

Welches ist die beste Entscheidung, die du im Leben getroffen hast?
Für mich hat sich mein Abschied aus der Strategieberatung positiv ausgewirkt. Die Arbeitszeiten und der Lebensstil als Unternehmensberaterin sind nur schwer mit einer ausgewogenen Work-/Life Balance, Familie und Hobbies vereinbar.

Welches war der beste Ratschlag, den dir jemand gegeben hat? Und warum?
Positiv zu denken und an den kleinen Sachen im Leben Freude zu haben – so geht man leichter durchs Leben.

Wen würdest du gerne an der Hotel-Bar antreffen?
Es gibt unzählige berühmte und eindrucksvolle Personen, die es sich zu Treffen lohnt. An einer Hotel-Bar auf ein paar Drinks reichen mir aber meine Freunde völlig aus.


UND ZUM SCHLUSS:

Hast du einen besonderen Wunsch oder ein spezifisches Feedback an OEC ALUMNI UZH?
An OEC ALUMNI UZH schätze ich die diversen Apéros. Mein persönlicher Favorit ist sicherlich die Sommerparty im Seebad Enge. Es ist immer wieder eine grossartige Gelegenheit mit ehemaligen Studierenden zusammenzukommen und interessante AbsolventInnen aus anderen Jahrgängen kennenzulernen. Mein Wunsch richtet sich weniger ans OEC Alumni, sondern an all unsere Alumni-Mitglieder: Es wäre schön, noch mehr von euch bei den Veranstaltungen zu sehen.

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