Thomas Eichenberger, 35

Arbeitgeber und Position:
Head of Business Units, Mitglied der Geschäftsleitung, Sygnum Bank

Abschluss/Jahr, Hauptfächer:
2013, MSc UZH ETH in Quantitative Finance

LinkedIn Profil Thomas Eichenberger


10 Fragen an Thomas Eichenberger

BERUFLICHES:

Wie würdest du einem 5-jährigen Kind deinen Job / deine Tätigkeit in einem Satz beschreiben?
Ich bin verantwortlich für die Weiterentwicklung des Produkte- und Dienstleistungsangebots einer Bank, die sich auf «digitales Geld» und digitale Vermögenswerte spezialisiert hat.

Welches Ereignis hat dich am stärksten geprägt in deiner beruflichen Laufbahn?
Ich denke nicht, dass mich ein einzelnes Ereignis in meiner beruflichen Laufbahn am meisten geprägt hat, sondern der Entwicklungsprozess an sich, den ich durchlaufen durfte. Sei es der Berufseinstieg in die Unternehmensberatung nach dem Studium, die kontinuierliche Übernahme zusätzlicher Verantwortung für immer grösser werdende internationale Projekte und Teams in unterschiedlichsten Konstellationen. Und nicht zuletzt natürlich der Sprung in die Startup-Welt und die aktive Mitgestaltung des Wegs von einem nicht-lizenzierten, nicht operativ tätigen 30-Personen-Unternehmen zu einer vollwertigen Schweizer Bank mit rund 170 Mitarbeitern in der Schweiz und Singapur.

Wenn du die Macht hättest: Was würdest du am heutigen Wirtschaftssystem (oder allgemeiner: an der heutigen Gesellschaft) ändern?
Ich würde nicht durch Ausübung von Macht etwas ändern wollen, aber ich würde die heutige Gesellschaft daran erinnern, dank welcher Tugenden unserer Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern, etc. es uns heute in der Schweiz so gut geht und auf die wir uns manchmal wieder besinnen sollten, um uns unseren wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand auch zukünftig zu sichern. Dazu gehören für mich ein gesunder Ehrgeiz gepaart mit einer grossen Portion Fleiss, Disziplin, Ausdauer und Bescheidenheit.


AUS DER STUDIENZEIT:

Welche Vorlesung oder welche/r ProfessorIn ist dir aus deiner Studienzeit besonders in Erinnerung geblieben – und warum?
Das ist klar Prof. Dr. Conrad Meyer. Seine Art und Weise Vorlesungen zu halten und sein Humor waren bereits damals absolut legendär.

Was hast du aus deiner Studienzeit mitgenommen (fachlich und persönlich)?
Dass man sich immer wieder neu herausfordern und sich nicht immer für den «einfachen» Weg entscheiden sollte. Nach dem Bachelor in Banking & Finance den Quant Finance Master als einziger Student ohne Bachelor in Mathematik oder Physik (und entsprechender fundierter Vorkenntnisse) in Angriff zu nehmen, hat sich als aufwändiger und herausfordernder herausgestellt, als es mir damals lieb gewesen wäre, aber im Nachhinein hat es sich auf jeden Fall gelohnt und ich denke gerne daran zurück.

Welchen persönlichen Ratschlag hast du an die heutigen Studierenden?
Studiert das, was euch am meisten interessiert und gleichzeitig herausfordert und nicht das, was am besten klingt, oder euch am offensichtlichsten auf euren späteren Karrierewunsch vorbereitet. Vieles werdet ihr auch noch im Verlaufe eurer beruflichen Laufbahn dazulernen, deshalb solltet ihr in den 4-5 Studienjahren eure Zeit damit verbringen, euch mit Themen zu beschäftigen, die euch Spass machen, so lernt ihr am meisten.


PERSÖNLICHES:

Welches ist die beste Entscheidung, die du im Leben getroffen hast?
Bisher bin ich mit allen (beruflichen) Entscheidungen, die ich getroffen habe, sehr glücklich. Auch wenn ich nicht immer alle Entscheidungen mit einer sehr konkreten karrieretechnischen Absicht getroffen habe, haben sie sich im Nachhinein jeweils oft als sehr positive, teils fast schon schicksalshafte Fügungen, herausgestellt.

Welches war der beste Ratschlag, den dir jemand gegeben hat? Und warum?
Entscheide dich nicht für das, was andere von dir erwarten (könnten), sondern für das, was sich für dich richtig anfühlt.
Wir sind dem ständigen Risiko ausgesetzt, uns bei unseren Entscheidungen davon verleiten zu lassen, was unser unmittelbares (Familie, Freunde, etc.) und breiteres Umfeld (Studienkollegen, Arbeitskollegen, Bekannte, Social Media-Kontakte) von uns erwarten würde. Letztendlich sind es aber wir selbst, deren Leben von diesen Entscheidungen, in die eine oder andere Richtung gelenkt wird und wir müssen damit glücklich werden, entsprechend sollten wir die Entscheidungen auch so treffen, wie wir es für richtig halten.

Wen würdest du gerne an der Hotel-Bar antreffen?
Ganz klassisch – Roger Federer.


UND ZUM SCHLUSS:

Hast du einen besonderen Wunsch oder ein spezifisches Feedback an OEC ALUMNI UZH?
Behaltet unbedingt die OEC ALUMNI UZH Events bei – insbesondere die Sommerparty im Seebad Enge.

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